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was markus grimm bewegt

UMLEITUNGSEMPFEHLUNG

Posted by Markus Grimm - 4.02.2010

Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung!
Ab sofort werde ich auf dieser Seite voraussichtlich weit seltener herumkreuzen. Stattdessen wird man mich eher auf dieser Seite finden: (dergrimm.de – jetzt mit Blog-Funktionen)
Bis zum baldigen Wiederlesen, Markus

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Augen auf!

Posted by Markus Grimm - 7.01.2010

„Mensch, Fritz, du hast dich aber verändert! Früher warst du doch immer so schlank, und jetzt bist du eher dick! Früher warst du so blass, und jetzt bist du richtig braun! Deine Haare waren doch immer dunkel, und jetzt sind sie blond! Du warst doch früher auch kleiner als jetzt! Das ist ja unglaublich! Sag mal, was ist los? Was ist denn mit dir passiert, Fritz?“

„Ich heiß nicht Fritz, ich heiß Karl.“

„Ach, deinen Namen hast du auch geändert!“

(nach Anthony de Mello)

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Ende

Posted by Markus Grimm - 27.12.2009

Wenn das Jahr sich neigt,
wenn der Tag sich neigt,
wenn der Abend steigt,
verkleidet sich die Zeit als Abschied
und strebt doch voran.

Weder Fest- noch Innehalten.
Nicht Erinnern noch Verweigern
hält den Großen Wandler auf.
Ich entströme, ich zerrinne
meiner eignen Brust.

Dass ich dereinst lächeln werde
mit gespaltner Brust!
Schön und Schlimm zum Trotz lächeln:
weil alles mein war,
weil es ganz und einzig mein war.

Weil ich zugleich mit mir vergangen bin,
unwiederbringlich war und unaustauschbar.
Ich war mein Weh und meine Lust.
Wie kostbar war ich doch,
Empfinder dieses Daseins.

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Drauf geschissen

Posted by Markus Grimm - 19.12.2009

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: „Wer sein Leben festhalten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es behalten.“

Ich aber sage euch: Wer auf sein Leben scheißt, der wird es verlieren. Und wer nicht auf sein Leben scheißt, der wird es genauso verlieren. Ob du drauf scheißt oder nicht: du wirst es verlieren. Und?! Was passt dir daran nicht? Willst du ewig leben? Wahrlich, ich empfehle dir: Scheiß drauf, auf’s Scheißen und auf’s Nicht-Scheißen!

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Liebe

Posted by Markus Grimm - 16.12.2009

Liebe im herkömmlichen, gesellschaftlich akzeptierten und sanktionierten, durch Film und sonstige Medien propagierten Sinn ist in Wahrheit nichts anderes als: Geliebt-werden-Wollen.

Was legitim ist. Geliebt-werden-Wollen ist legitim, und nicht nur das: sondern lebensnötig.

Aber Liebe im eigentlichen Sinn?

Liebe ist nicht mehr und nicht weniger als deine Fähigkeit, du selber zu sein. Obwohl das egoistisch klingt, ist es Liebe. Denn Liebe ist Hingabe an das, was ist. Nicht an ein Ideal, nicht an das Bild einer Person, nicht an das Bild deiner selbst. Und das, was ist, bist zuallererst du-selbst. Und in dir-selbst existiert deine ganze Welt: deine Mitmenschen, die Natur, das Leben. Liebe ist Sein-Wollen, Sein-Dürfen und Sein-Lassen. Nichts anderes.

Alles andere ist auf die eine oder andere Weise: Selbstsucht.

Und? Was liebst du?

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Endlich

Posted by Markus Grimm - 14.12.2009

Wenn ich einmal in die Grube fahre,
blick ich hoffentlich auf all die Jahre
meines Lebens dennoch froh zurück
und erkenne dann: Es fehlt kein Stück.

Wie ich klein war, alles noch ganz rein war,
und wie alles, was ich sah, noch mein war.
Wie der Tod in meiner Nähe wohnte
und zu guter Letzt mich doch verschonte.

Wie ich älter wurde, in der Schule
und zuhause träumte auf dem Stuhle,
träumte in die Lüfte vor dem Fenster,
und im Traum gab’s keine Nachtgespenster.

Weiter ging es wie im Fluge: Jugend,
Winter, Sommer, Schulweg, virtus: „Tugend“,
fremde Mädchen dort und Jungen hier,
alles war mir fremd, sogar ich mir.

Studium, Umzug, vage der Gedanke:
Gab es einmal Heimat? – Gleichviel! Schwanke
weiter, junger Mensch, denn das erwarten
Menschen, seit der Flucht aus Edens Garten.

Menschen kamen, gingen, alles schwindet,
keiner findet Heimat, alles kündet
letzten Aufbruch, um den stets es geht
und um den das ganze All sich dreht.

Aufbruch ist das Letzte, was ich habe.
Aufbruch, das ist meine Dankesgabe
an das Leben, das sich immer wandelt,
und ich glaub, ich handle, doch es handelt.

Schwund und Reichtum, Gabe und Verlust.
Keine Ausflucht! Kein Pardon! Du musst
dem dich beugen, der dein Meister ist,
deinem Meister, der du selber bist.

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Advent/Weihnacht

Posted by Markus Grimm - 6.12.2009

Die Größe des Kosmos ist die Kleinheit des Menschen.
Was ist die Kleinheit des Menschen? Dass er sich für groß hält, ohne es zu sein.
Und wie kann diese Kleinheit die Größe des Kosmos sein?
Indem die Kleinheit die Größe erst groß sein lässt.

Und Jesus sprach: Wer nicht wird wie dieses Kind, der kann nicht eingehen in das Reich Gottes.

Der Große Kosmos ist dem Kleinen nicht ahnbar. Besser so.
Ahne nichts, Kleiner Mensch, so bist du am größten.

Nichts-Ahnen ist Advent. Und Nichts-mehr-sein-Müssen ist Weihnacht.

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Hoffnung

Posted by Markus Grimm - 18.08.2009

Hoffnung ist der Morgen des Tages. Der wärmende Sonnenaufgang im Sommer. Es ist noch sehr früh im Sommer, wenn die Sonne aufgeht, alles noch still und lind. Stehen in der frühen, ruhigen Sonne ist Hoffnung. Ohne den sich stets in der Nacht verjüngenden Morgen kann der Tag nicht beginnen. Der Morgen wird geboren aus der Finsternis, um sie täglich zu widerlegen. Der Morgen ist das Versprechen des anbrechenden Tages, die Verheißung von Zukunft.

Aber der Morgen ist nicht der Mittag und nicht der Abend und nicht die Nacht. Und er weiß nichts von ihnen, er träumt sie nur. Und in seinem Hintergrund fürchtet er sie.

Im Licht der steigenden Sonne löst der Morgen sich auf wie der Frühnebel, der ihn begleitet und alles in Undeutlichkeit hüllt. Das Undeutliche weicht, die Konturen werden klar, mitunter brilliant, mitunter hart. Wenn die Furcht verblasst, bist du erleichtert. Wenn der Traum verblasst, bist du enttäuscht. Und doch muss beides verblassen, denn der Morgen schwindet.

Wenn du nur am Morgen leben magst, so steh auf in der Frühe, tritt in die zaghafte Sonne und leg dich wieder schlafen. Doch wenn du ihr Licht am Mittag spüren willst, das dich klären und verbrennen kann, so tritt aus dem Morgen. Wenn du dich am blauen Abend ausruhen willst von der Härte und Schönheit des Tages, so lass den Morgen hinter dir. Wenn du den Tod und das Ende wachen Sinnes erfahren willst, die Nacht deines Strebens, das Erlöschen deiner großen Furcht und deiner vorläufigen Freude, so vergiss den Morgen ganz.

Alles stirbt, du kannst nichts daran ändern. Lass leichten Mutes auch die Hoffnung sterben. Sie ist der stärkste Wind in den Segeln deines Aufbruchs und die größte Klippe an der Küste des Ewigen Lebens.

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Gnade

Posted by Markus Grimm - 9.08.2009

Es begann damit, dass er einfach keine Ausscheidung mehr hatte. Das fiel ihm erst nach ein paar Tagen auf. Da bemekte er, dass er auch keinen Durst mehr hatte und auch keinen Appetit. Er war höchst beunruhigt und ging zum Arzt. Aber der konnte nichts feststellen und tippte auf etwas Psychosomatisches. Als nächstes fiel ihm auf, dass er nicht mehr schwitzte. Sein Körper verlor seinen Geruch. Kurz bevor er unhörbar wurde, musste er so laut schreien, dass er heiser wurde, um überhaupt noch entdeckt zu werden. Schließlich verblasste er zusehends und wurde unsichtbar. Damit endete sein Leben aber nicht, im Gegenteil, es begann erst. Als er unzugänglich war dem Urteil der anderen, konnte er selber das Urteilen einstellen. Und so begann er sein Verschwinden als Gnade zu begreifen.

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Was an Jesus so besonders ist

Posted by Markus Grimm - 5.08.2009

Dass er geboren wurde. Dass er gearbeitet hat. Dass er von Gott erzählt hat. Dass er von Gott geliebt war. Dass er von ihm verlassen wurde. Dass er gestorben ist.

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