Alt ist die Bestie, älter als der Mensch, der sie in sich trägt. Aus Vorzeiten steigt sie mir in mein Blut herauf. Vor meinem Denken war sie, vor meinen Wörtern, vor meinen ängstlichen Ängsten.
Jenseits von Gut und Böse ist sie, weder Feind noch Versucher, die gehören zur Welt des Menschen, doch die Bestie nicht.
Meine Knochen sind nicht meine Knochen, sondern ihre, mein Fleisch ist ihres, und mein Denken spaziert arglos über sie hin wie auf dem Rücken eines Urweltgeschöpfes.
Und bisweilen springt sie auf und schüttelt alle Kartenhäuschen von sich, un-vermittelt, un-mittelbar, in-stinktiv, sofort hellwach, bereit zu Verteidigung, Angriff und Tod.
Sperr sie ein, und wie ein Raubtier im Käfig wird sie jeden Tag gefährlicher.
Die Bestie ist mein Wappentier, mein Streitpferd, mein natürlicheres Selbst, meine unbarmherzige Wucht. Sie ist das pure Handeln. Alle Kraft ist die Bestie. Gib ihr die Savanne und lass sie laufen.