Ende
Geschrieben von Grimm - 27.12.2009
Wenn das Jahr sich neigt,
wenn der Tag sich neigt,
wenn der Abend steigt,
verkleidet sich die Zeit als Abschied
und strebt doch voran.
Weder Fest- noch Innehalten.
Nicht Erinnern noch Verweigern
hält den Großen Wandler auf.
Ich entströme, ich zerrinne
meiner eignen Brust.
Dass ich dereinst lächeln werde
mit gespaltner Brust!
Schön und Schlimm zum Trotz lächeln:
weil alles mein war,
weil es ganz und einzig mein war.
Weil ich zugleich mit mir vergangen bin,
unwiederbringlich war und unaustauschbar.
Ich war mein Weh und meine Lust.
Wie kostbar war ich doch,
Empfinder dieses Daseins.