Liebe
Geschrieben von Grimm - 16.12.2009
Liebe im herkömmlichen, gesellschaftlich akzeptierten und sanktionierten, durch Film und sonstige Medien propagierten Sinn ist in Wahrheit nichts anderes als: Geliebt-werden-Wollen.
Was legitim ist. Geliebt-werden-Wollen ist legitim, und nicht nur das: sondern lebensnötig.
Aber Liebe im eigentlichen Sinn?
Liebe ist nicht mehr und nicht weniger als deine Fähigkeit, du selber zu sein. Obwohl das egoistisch klingt, ist es Liebe. Denn Liebe ist Hingabe an das, was ist. Nicht an ein Ideal, nicht an das Bild einer Person, nicht an das Bild deiner selbst. Und das, was ist, bist zuallererst du-selbst. Und in dir-selbst existiert deine ganze Welt: deine Mitmenschen, die Natur, das Leben. Liebe ist Sein-Wollen, Sein-Dürfen und Sein-Lassen. Nichts anderes.
Alles andere ist auf die eine oder andere Weise: Selbstsucht.
Und? Was liebst du?
beisasse sagte
das ist es!
beisasse sagte
eben im vorbeigehen auf dem kalender “der andere advent” gesehen: mit buchstaben-suppe buchstaben der satz: DEINE (DEINE!) SUPPE ESS ICH NICHT.
genau, aber meine suppe, die ess ich.
wessnet sagte
In “Liebe = Geliebt-werden-wollen” steckt ein herrliches Paradoxon: Man setze diese Liebesdefinition in “Geliebt” ein…
Was mir an der Definition fehlt: Gemeinschaft. Z.B. sichm wiederum “herrlich” in der Trinität verkörpernd. Oder in Christus in mir. In diesem Sinne zitiere ich mich noch einmal selbst:
Der ewige Advent
Leise rieselt der Schnee
Still und starr ruht der See
Weihnachtlich wird’s nicht erst gleich
Freuet euch, Christus in euch!
In den Herzen ist’s warm
Still schweigt Kummer und Harm
Sorge des Lebens verhallt
Freuet euch, Christus in euch!
Jeder Tag heilige Nacht
Chor der Engel erwacht
Hört nur wie lieblich es schallt
Freuet euch, Christus in euch!
(Mash-up aus „Leise rieselt der Schnee“ und Kol 1, 27)
Frohe Weihnachten, Feliz Navidad, lieber Markus!
Markus sagte
Dir auch fröhliche Weihnacht, wessnet. Leider hat dein Mash-Up einen riesengroßen Makel: Es reimt sich nicht mehr
.