Wenn ich einmal in die Grube fahre,
blick ich hoffentlich auf all die Jahre
meines Lebens dennoch froh zurück
und erkenne dann: Es fehlt kein Stück.
Wie ich klein war, alles noch ganz rein war,
und wie alles, was ich sah, noch mein war.
Wie der Tod in meiner Nähe wohnte
und zu guter Letzt mich doch verschonte.
Wie ich älter wurde, in der Schule
und zuhause träumte auf dem Stuhle,
träumte in die Lüfte vor dem Fenster,
und im Traum gab’s keine Nachtgespenster.
Weiter ging es wie im Fluge: Jugend,
Winter, Sommer, Schulweg, virtus: “Tugend”,
fremde Mädchen dort und Jungen hier,
alles war mir fremd, sogar ich mir.
Studium, Umzug, vage der Gedanke:
Gab es einmal Heimat? – Gleichviel! Schwanke
weiter, junger Mensch, denn das erwarten
Menschen, seit der Flucht aus Edens Garten.
Menschen kamen, gingen, alles schwindet,
keiner findet Heimat, alles kündet
letzten Aufbruch, um den stets es geht
und um den das ganze All sich dreht.
Aufbruch ist das Letzte, was ich habe.
Aufbruch, das ist meine Dankesgabe
an das Leben, das sich immer wandelt,
und ich glaub, ich handle, doch es handelt.
Schwund und Reichtum, Gabe und Verlust.
Keine Ausflucht! Kein Pardon! Du musst
dem dich beugen, der dein Meister ist,
deinem Meister, der du selber bist.