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was markus grimm bewegt

Archiv für August 2009

Hoffnung

Geschrieben von Grimm - 18.08.2009

Hoffnung ist der Morgen des Tages. Der wärmende Sonnenaufgang im Sommer. Es ist noch sehr früh im Sommer, wenn die Sonne aufgeht, alles noch still und lind. Stehen in der frühen, ruhigen Sonne ist Hoffnung. Ohne den sich stets in der Nacht verjüngenden Morgen kann der Tag nicht beginnen. Der Morgen wird geboren aus der Finsternis, um sie täglich zu widerlegen. Der Morgen ist das Versprechen des anbrechenden Tages, die Verheißung von Zukunft.

Aber der Morgen ist nicht der Mittag und nicht der Abend und nicht die Nacht. Und er weiß nichts von ihnen, er träumt sie nur. Und in seinem Hintergrund fürchtet er sie.

Im Licht der steigenden Sonne löst der Morgen sich auf wie der Frühnebel, der ihn begleitet und alles in Undeutlichkeit hüllt. Das Undeutliche weicht, die Konturen werden klar, mitunter brilliant, mitunter hart. Wenn die Furcht verblasst, bist du erleichtert. Wenn der Traum verblasst, bist du enttäuscht. Und doch muss beides verblassen, denn der Morgen schwindet.

Wenn du nur am Morgen leben magst, so steh auf in der Frühe, tritt in die zaghafte Sonne und leg dich wieder schlafen. Doch wenn du ihr Licht am Mittag spüren willst, das dich klären und verbrennen kann, so tritt aus dem Morgen. Wenn du dich am blauen Abend ausruhen willst von der Härte und Schönheit des Tages, so lass den Morgen hinter dir. Wenn du den Tod und das Ende wachen Sinnes erfahren willst, die Nacht deines Strebens, das Erlöschen deiner großen Furcht und deiner vorläufigen Freude, so vergiss den Morgen ganz.

Alles stirbt, du kannst nichts daran ändern. Lass leichten Mutes auch die Hoffnung sterben. Sie ist der stärkste Wind in den Segeln deines Aufbruchs und die größte Klippe an der Küste des Ewigen Lebens.

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Gnade

Geschrieben von Grimm - 9.08.2009

Es begann damit, dass er einfach keine Ausscheidung mehr hatte. Das fiel ihm erst nach ein paar Tagen auf. Da bemekte er, dass er auch keinen Durst mehr hatte und auch keinen Appetit. Er war höchst beunruhigt und ging zum Arzt. Aber der konnte nichts feststellen und tippte auf etwas Psychosomatisches. Als nächstes fiel ihm auf, dass er nicht mehr schwitzte. Sein Körper verlor seinen Geruch. Kurz bevor er unhörbar wurde, musste er so laut schreien, dass er heiser wurde, um überhaupt noch entdeckt zu werden. Schließlich verblasste er zusehends und wurde unsichtbar. Damit endete sein Leben aber nicht, im Gegenteil, es begann erst. Als er unzugänglich war dem Urteil der anderen, konnte er selber das Urteilen einstellen. Und so begann er sein Verschwinden als Gnade zu begreifen.

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Was an Jesus so besonders ist

Geschrieben von Grimm - 5.08.2009

Dass er geboren wurde. Dass er gearbeitet hat. Dass er von Gott erzählt hat. Dass er von Gott geliebt war. Dass er von ihm verlassen wurde. Dass er gestorben ist.

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